Die Gasversorgung in Bebra geht auf den Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. Von 1909 bis 1966 haben die Stadtwerke das Gas in einer eigenen Kokerei auf dem Grundstück der Eisenacher Straße 70 selbst erzeugt. Die damals täglich erzeugte Gasmenge betrug 4.000 m3, heute beträgt in den Wintermonaten die tägliche Verkaufsmenge 60.000 m3.

Im Jahr 1965 wurde das Gaswerk der Stadtwerke Bebra stillgelegt und Ferngas von der Gas-Union, Frankfurt, bezogen. Von 1995 bis 1997 führten die Stadtwerke Bebra auf den ehemaligen Gelände des Gaswerkes eine Altlastensanierung durch.

Im Wesentlichen wurden die Teergruben, in denen die Schlacke sowie andere Abfallprodukte des Kokereiprozesses gelagert wurden, fachgerecht entsorgt. Außerdem wurde das gesamte Areal des Gaswerkstandortes und des heutigen Bauhofes mit einer Asphaltdecke versiegelt. Durch diese Maßnahme und durch den Einsatz von Grundwasserpumpen wird verhindert, dass Schadstoffe wie Benzol, verschiedene umweltschädliche Kohlenwasserstoffe etc. in das Grundwasser gelangen können.
Durch umfangreiche Messprogramme, die immer noch durchgeführt werden, wurde die Wirksamkeit der Altlastensanierung bestätigt.

1968 wurde die Gasversorgung von Ferngas auf Erdgas umgestellt. Das heute gelieferte Erdgas wird hauptsächlich aus Russland, Norwegen und den Niederlanden bezogen. Ungefähr 20% des Gasaufkommens werden aus heimischen Fördergebieten eingespeist.

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