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Entstördienst Abwasser
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Gebühren

Abwassergebühren der Stadt Bebra:
(Auszug aus der Entwässerungssatzung der Stadt Bebra)


§ 24 Gebührenmaßstäbe und -sätze für Niederschlagswasser

(1) Gebührenmaßstab für das Einleiten von Niederschlagswasser ist die bebaute und künstlich befestigte Grundstücksfläche, von der das Niederschlagswasser in die Abwasseranlage eingeleitet wird oder abfließt, pro Quadratmeter wird eine Gebühr von 0,69 € jährlich erhoben.



(2) Die bebaute und künstlich befestigte Grundstücksfläche wird unter Berücksichtigung des Grades der Wasserdurchlässigkeit für die einzelnen Versiegelungsarten nach folgenden Faktoren festgesetzt:

1. Dachflächen
1.1 Flachdächer, geneigte Dächer 1,0
1.2 Kiesdächer 0,5
1.3 Gründächer
a) mit einer Aufbaudicke bis 10 cm 0,5
b) mit einer Aufbaudicke ab 10 cm 0,3
2. Befestigte Grundstücksflächen
2.1 2.1 Beton-, Schwarzdecken (Asphalt, Teer o. ä.), Pflaster mit Fugenverguss, sonstige wasserundurchlässige Flächen mit Fugendichtung 1,0
2.2 Pflaster (z. B. auch Rasen- oder Splittfugenpflaster),
Platten – jeweils ohne Fugenverguss
a) bis zu einer Fugenbreite von 15 mm 0,7
b) mit einer größeren Fugenbreite als 15 mm 0,6
2.3 wassergebundene Decken (aus Kies, Splitt, Schlacke o. ä.) 0,5
2.4 poren- oder ähnlich wasserdurchlässiges Pflaster 0,4
2.5 Rasengittersteine 0,2



(3) Bei der Ermittlung bebauter und künstlich befestigter Grundstücksflächen bleiben solche Flächen ganz oder teilweise außer Ansatz, von denen dort anfallendes Niederschlagswasser in Zisternen oder ähnlichen Vorrichtungen (Behältnissen) zum Auffangen von Niederschlagswasser mit einem Fassungsvermögen von mindestens 1 cbm gesammelt und auf dem Grundstück – insbesondere zur Gartenbewässerung und als Brauchwasser (zur Toilettenspülung, zum Betreiben von Waschmaschinen etc.) verwendet wird, u. z. bei den vorstehend genannten Vorrichtungen

a) ohne direkten oder mittelbaren Anschluss an die Abwasseranlage, die hierüber entwässerte Fläche in vollem Umfang

b) mit einem Anschluss an die Abwasseranlage bei Verwendung des Nieder- schlagswassers zur Gartenbewässerung, diejenige Fläche, die sich aus der Division des Zisterneninhalts (in Kubikmetern) durch 0,10 ergibt

als Brauchwasser, diejenige Fläche, die sich durch Division des Zisternen inhalts (in Kubikmetern) durch 0,05 ergibt; wird zusätzlich Niederschlags wasser zur Gartenbewässerung benutzt, erhöht sich die so ermittelte Fläche um 10 %.

(4) Ist die gebührenpflichtige Fläche, von der Niederschlagswasser in Zisternen oder ähnliche Vorrichtungen gesammelt wird, geringer als die aufgrund des Zisternenvolumens errechnete, außer Ansatz zu lassende Fläche, so bleibt nur diejenige Fläche unberücksichtigt, von der Niederschlagswasser in die zuvor genannten Vorrichtungen eingeleitet wird.

(5) Bei unmittelbaren Anliegern von Gewässern, Flutgräben etc. bleiben bei der Ermittlung bebauter und künstlich befestigter Grundstücksflächen solche Flächen ganz oder teilweise außer Ansatz, die unmittelbar abgeleitet werden.

Kann die Stadt das Niederschlagswasser nicht in die öffentlichen Abwasseranlagen übernehmen, so bleiben ausnahmsweise auch dann Flächen außer Ansatz, wenn für die Ableitung Drittgrundstücke in Anspruch genommen werden müssen.

§ 26 Gebührenmaßstäbe und -sätze für Schmutzwasser

(1) Gebührenmaßstab für das Einleiten häuslichen Abwassers ist der Frischwasser­verbrauch auf dem angeschlossenen Grundstück.

Die Gebühr beträgt pro m3 Frischwasserverbrauch

a) bei zentraler Abwasserreinigung in der Abwasseranlage 2,99 Euro



b) bei notwendiger Vorreinigung des Abwassers in einer Grundstückskläreinrichtung 2,06 Euro


(2) Gebührenmaßstab für das Einleiten nicht häuslichen Schmutzwassers ist der Frischwasserverbrauch auf dem angeschlossenen Grundstück unter Berücksichtigung des Verschmutzungsgrades. Der Verschmutzungsgrad wird grundsätzlich durch Stichproben – bei vorhandenen Teilströmen in diesen- ermittelt und als chemischer Sauerstoffbedarf aus der nicht abgesetzten, homogenisierten Probe (CSB) nach DIN 38409-H41 (Ausgabe Dezember 1980) dargestellt. Wird ein erhöhter Verschmutzungsgrad gemessen, ist das Messergebnis dem Abwassereinleiter innerhalb von zwei Wochen nach Eingang bei der Gemeinde bekanntzugeben.

Die Gebühr beträgt pro m³ Frischwasserverbrauch 2,99 € bei einem CSB bis 800 mg/l; bei einem höheren CSB wird die Gebühr vervielfacht mit dem Ergebnis der Formel

2015 01 formel abwasser

(3) Gebührenmaßstab für das Abholen und Behandeln von Schlamm aus Kleinkläranlagen und Abwasser aus Gruben ist die abgeholte Menge dieser Stoffe. Die Gebühr beträgt pro angefangenem m³ 40,94 €.

Ist zum Absaugen des Inhalts einer Kleinkläranlage oder einer Grube die Verlegung einer Saugleitung von mehr als 20 m Länge erforderlich, wird für jeden weiteren Meter ein Gebührenzuschlag von 2,05 € erhoben.

Die Abwasserableitung und /-reinigung wird in Bebra durch den Eigenbetrieb sichergestellt.

Die Kernstadt verfügt über eine Zentralkläranlage mit 25.000 EW, an die zwischenzeitlich ca. 96 % der Einwohner angeschlossen sind. Die Kläranlage selbst wurde Ende der 70iger Jahre von Grund auf erneuert und 1995/1996 erweitert. In 2004 konnte die umfangreiche Modernisierung mit dem Bau eines weiteren kombinierten Belebungs-/ Nachklärbeckens abschlossen werden.

DSF2306

Mit dem Bau des Verbindungssammlers Asmushausen im Jahr 2008 wurden auch die beiden letzten Stadtteile an die Kläranlage Bebra angeschlossen.

Kläranlage

Die Zentralkläranlage der Stadt Bebra befindet sich am westlichen Ortsrand von Bebra direkt an der Bundesstraße 27 Bad Hersfeld - Sontra.

DSF2240

Die Reinigung des Abwassers erfolgt in den nachfolgend schematisch dargestellten Stufen:

schema

Darüber hinaus findet eine chemische Phosphatfällung statt.

Der Klärschlamm in Bebra hat eine gute Qualität und wird daher laufend als Düngemittel in der Landwirtschaft eingesetzt. Dabei war es uns ein wichtiges Ziel, den Klärschlamm-Tourismus zu verhindern. In Kooperation mit den Ortslandwirten konnte ein Verwertungskonzept mit dem Bodenverband des Landkreises Hersfeld-Rotenburg aufgestellt werden, das zwischenzeitlich eine breite Akzeptanz gefunden hat. Im Jahr 2014 entstand direkt neben der Kläranlage eine Lagerhalle, die etwa die Hälfte des jährlich anfallenden Klärschammes aufnehmen kann und so eine ordnungsgemäße Ausbringung in den zugelassenen Zeiträumen sicherstellt.

DSF2400

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