Wussten Sie schon ...

Wasser – Grundstoff des Lebens
Wasser ist Leben – Wasser unser Lebensmittel Nr. 1

Diese oder ähnliche Aussagen hat heute jeder Bürger schon oft gehört und sie sind bezeichnend für die große Bedeutung, die unser streng kontrolliertes Lebensmittel Wasser für unsere Lebensqualität hat.
An die Qualität von Trinkwasser werden hohe Ansprüche gestellt. Trinkwasser soll von gleichbleibender Qualität, d. h. hygienisch einwandfrei, klar, kühl, appetitlich sowie farb- und geruchlos sein. Es muss frei von Krankheitserregern sein.

Wasser ist, rein chemisch betrachtet, ein Molekül aus Wasserstoff und Sauerstoff mit der Formel H2O. Dieses Molekül hat zwei Pole, und zwar eine positive Teilladung beim Wasserstoff und eine negative beim Sauerstoff. Durch diese sogenannte "Dipolbildung" ergeben sich viele Eigenschaften des Wassers.

Wasser ist das einzige Element, das in der Natur in drei verschiedenen Formen, den Aggregatzuständen, vorkommt: fest, flüssig und gasförmig.

Wasser ist die einzige Flüssigkeit, die sich bei Temperaturabnahme ausdehnt. Seine größte Dichte erreicht es bei + 4° Celsius. Die Tatsache, dass Eis eine geringere Dichte als die flüssige Form hat, nennt man die "Dichte-Anomalie".

Wasser ist also schwerer als Eis. Wäre das nicht so, würden im Winter alle Gewässer vom Grund aus zufrieren.

Wasser ist ein sehr gutes Lösungsmittel und als effizienter Wärmespeicher ein wesentlicher Klimafaktor, wie sich beispielsweise am Golfstrom zeigt.

Wasser ist der Stoff, aus dem Menschen zu rund zwei Dritteln bestehen.

Wasser ist lebensnotwendig: Ohne Nahrung kann der Mensch einige Wochen, ohne Wasser jedoch nur wenige Tage überleben.

Die Klarheit – jeder Tropfen der durchschnittlich 40 Kubikmeter, die pro Einwohner und Jahr im Versorgungsgebiet Bebra verbraucht werden, hat höchste Trinkqualität. Es stammt zu 55% aus dem Lüdersdorfer Grund, zu 24% aus Gilfershausen, zu 15% aus Weiterode und zu jeweils 3% aus Blankenheim und Asmushausen. Auch Bedarfsspitzen in Sommermonaten lassen sich problemlos abdecken. Unser Rohwasser ist so gut, dass es unaufbereitet als Trinkwasser genommen werden kann.

Wasserversorgung Bebra
Die Stadtwerke Bebra GmbH versorgen die Bevölkerung der Stadt Bebra und ihre Ortsteile mit Trinkwasser.

Der Beginn der gemeindlichen Wasserversorgung geht auf die Jahre um 1900 zurück und konzentrierte sich auf das damalige Stadtgebiet.

HB Bünberg

hb bunberg

Der Hochbehälter Bünberg des Wasserwerks Bebra, der bereits im Jahr 1908 errichtet wurde, zeugt heute von dieser Zeit.

Die aufstrebende Gemeinde Bebra stellte damals an den Betreiber der Wasserversorgung rasch steigende Anforderungen in technisch, personeller sowie organisatorischer Hinsicht. Konsequenterweise wurde die Trinkwasserversorgung schon im Jahr 1907 an den Eigenbetrieb Stadtwerke Bebra übertragen.

Im Rahmen der kommunalen Gebietsreform im Jahre 1971 hat die Stadt Bebra elf benachbarte Dörfer eingemeindet, wodurch unser heutiges Versorgungsgebiet entstand.

Versorgungsgebiet der Stadtwerke Bebra

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 In den folgenden Jahren wurde mit hohem finanziellen Aufwand das heutige Wasserverbundsystem geschaffen. Die Einzelgewinnungsanlagen, wobei es sich zumeist um Quellen der damals selbständigen Gemeinden handelte, wurden größtenteils stillgelegt und statt dessen Tiefbrunnen an geeigneten Standorten gebohrt. Die fortschreitende Erweiterung von Gewerbe- und Baugebieten und die steigenden Bevölkerungszahlen erforderten den Bau von größeren Hochbehältern. Diese hatten auch die Aufgaben für die Stadt Bebra die Löschwasserversorgung sicherzustellen.

Der Aufbau dieses modernen Wasserversorgungssystems war 1986 abgeschlossen. Von den Folgen dieser Umstrukturierung, insbesondere von der guten Trinkwasserqualität sowie der sehr hohen Versorgungssicherheit, kann heute jeder Kunde der Stadtwerke Bebra GmbH profitieren.

Die bis heute letzte wesentliche Änderung im Unternehmen der Stadtwerke Bebra wurde zum 01.01.2000 wirksam. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Eigenbetrieb Stadtwerke Bebra in die Stadtwerke Bebra GmbH umgewandelt.

 

Wassergewinnung/Wasserverteilung

Das von den Stadtwerken Bebra an die Verbraucher abgegebene Trinkwasser wird ausnahmslos aus lokalen Grundwasservorkommen entnommen.

Wir betreiben insgesamt 11 Wassergewinnungsanlagen, darunter 8 Tiefbrunnen und 1 Quellfassung. Tiefbrunnen nutzen mehr die tieferen (bis 200 m Tiefe) und Quellen eher die höher gelegenen Grundwasserschichten (bis 10 m Tiefe). Entsprechend unterscheiden sich die Anlagen in ihrer Anfälligkeit gegen äußere Einflüsse (Verunreinigungen, Nitrateintrag etc.).

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Die Tiefbrunnen (TB) befinden sich in den Gemarkungen Blankenheim (TB Blankenheim), Gilfershausen (TB Gilfershausen), Lüdersdorf (TB 3, 3 a, 3 c und 21) und Weiterode (TB Eichbach und Stockhausen). Die Quelle ist in der Gemarkung Asmushausen (Quelle Asmushausen) gelegen.

Die Ausweisung von Wasserschutzgebieten ist ein zentrales Element zum Schutz des Grundwassers gegen anthropogene Einflüsse. Da eine qulitativ einwandfreie Versorgung mit Trinkwasser insbesondere dem Wohl der Allgemeinheit dient, sind für unsere Wasserwerke per Rechsverordnung Wasserschutzgebiete festgesetzt.

Innerhalb des Wasserschutzgebietes, welches aus mehreren Zonen besteht und auch durch das Aufstellen von speziellen Schildern gekennzeichnet ist, gibt es bestimmte Handlungen bzw. Verbote bzw. Anwendungsbeschränkungen. So wird z.B. die Anwendung von Dünege- oder Pflanzenschutzmitteln in der landwirtschaftlichen Nutzung der Schutzgebietsflächen beschränkt. Aber auch andere Handlungen wie Baumaßnahmen, das Lagern von wassergefährdenden Stoffen etc. sind dort verboten.

 

 Schutzgebietsgrenze

Für Fragen im Zusammenhang mit den Schutzgebieten können Sie jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen, besonders, wenn es über die betroffenen Flächen und die einzelnen Verbote geht. Auch bitten wir Sie, Unregelmäßigkeiten und besondere Vorkommnisse innerhalb der Schutzgebiete bei uns zu melden. Wir sind bei der Überwachung der Schutzgebiete auf Ihre Beobachtungen und Ihre Hilfe angewiesen.

Ein über 140 km langes Leitungssystem der verschiedenen Nennweiten durchzieht das Versorgungsgebiet:

Beginnend an den Wasserwerken verästelt sich das Netz, bis es in jedem einzelnen Haus den Endverbraucher erreicht. Im Versorgungsnetz wurden im Laufe der Jahre durch technische Weiterentwicklungen verschiedene Rohrleitungsmaterialien eingesetzt. Wir finden Rohre aus Guss, Kunststoff wie PVC und PE (Polyethylen) im Netz vor.

Technisch-wirtschaftliche Gründe führten dazu, dass heute in der Ortsverteilung nur noch Rohre aus PE verwendet werden.

Rohrbrüche und damit verbundene Wasserverluste verursachen große ökonomische und ökologische Folgen. Daher werden die Leitungen regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf erneuert.

Da wir auch auf Ihre Beobachtungen angewiesen sind, bitten wir Unregelmäßigkeiten, die auf Rohrbrüche hinweisen, umgehend bei uns zu melden.

Die Stadtwerke Bebra haben die Aufgabe, die kontinuierliche Versorgung mit Trink- und Nutzwasser sicherzustellen. Das bedeutet, dass die zeitlichen Schwankungen auf der Liefer- und Abgabeseite auszugleichen und Versorgungsunterbrechungen infolge Betriebsstörungen zu vermeiden sind. Auch muss ständig die Bereitstellung von Löschwasser gewährleistet sein. Da diese Ziele ohne Speicherraum nicht sicher zu erreichen sind, hat die Wasserspeicherung, d. h. die Errichtung von Hochbehältern in der Kette der Anlagen von der Gewinnung bis zum Verbraucher eine besondere Bedeutung.

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Wir betreiben Hochbehälter mit einem Gesamtvolumen von über 5.000 Kubikmetern, die an den verschiedenen Stellen des Versorgungssystems errichtet wurden.

Unser größter Hochbehälter in Bebra am Kesselberg mit einem Inhalt von 2.000 m3 ist für Besichtigungen geeignet. Für interessierte Schulklassen oder andere Gruppen bieten wir nach Terminabsprache Führungen an, bei denen Sie auch "Interessantes rund ums Wasserwerk" erfahren können.

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